Die Suche nach dem Passierschein A 38

Bereits seit Ende Dezember plagen wir uns mit der Suche nach den richtigen Bodenbelägen herum. Immer wenn man gerade denkt: „Jetzt haben wir den passenden Boden für das Wohnzimmer gefunden!“ kommen neue Probleme auf.

In diesem Fall einen passenden Belag für die Küche zu finden, denn die beiden Räume sind durch eine Doppelschiebetür verbunden, die die meiste Zeit offen stehen wird.  Die erste Wahl, die wir im Auge hatten, war eine Fliese, die unserer Arbeitsplatte sehr ähnlich ist. Leider passt sie nicht gut zu dem Eichenparkett im Wohnzimmer und noch schlimmer: Sie gefiel Stephan überhaupt nicht. Die nächste Wahl fiel auf eine Holzoptikfliese, die farblich gut zu dem Parkett gepasst hätte. Wir waren so lange glücklich über den Fund, bis ich unseren Plan der netten Verkäuferin beim Fliesenhandel erzählte. Die Antwort war sehr ernüchternd: „Machen Sie das nicht! Eine Holzoptikfliese neben einem richtigen Holzboden sieht immer billig aus!“ Juchu, also war dieser Plan auch wieder gestorben.

Die Küche und das Wohnzimmer sind aber bei weitem noch nicht die schwierigsten Räume, die wir zu planen hatten. Richtig schlimm wird es erst beim Elternbad, denn wir haben einen wengefarbenen Waschtischunterschrank ausgesucht, der so leider zu gar nichts richtig passt. Ich finde zwar dunkelbraune Böden sehr schick, aber sooo dunkel möchte ich das Bad nun auch nicht haben. Dann hatte wiederum die Verkäuferin die Idee, dass wir doch die Farbe des Schrankes mit Mosaiken z. B. als einen Badewannenvorleger oder im Bereich der Dusche wieder aufnehmen könnten. Die Idee ging mir nicht mehr aus dem Kopf, nur wollte ich keinen Vorleger fliesen, sondern lieber die Badewanne, die Toilette und die Dusche damit akzentuieren und den gesamten Rest des Bades in einer sandfarbenen Fliese fliesen. Einige Wochen später wieder in der Badausstellung habe ich diese Idee der gleichen Verkäuferin erzählt. Die Antwort dieses Mal war: „Machen Sie das nicht! Das sehen Sie sich über. Hängen Sie lieber Handtücher und stellen einen Blumentopf in der Farbe ins Bad. Dann kann man das entfernen, falls der Unterschrank einmal ausgetauscht wird.“ Ehrlich gesagt, dachte ich ernsthaft darüber nach, ob ich nicht beim letzten Mal mit einer anderen Verkäuferin gesprochen hatte. Aber nein, das war wirklich die gleiche! Ich finde es wirklich gut, wenn die Verkäufer aus ihrer Erfahrung heraus Tipps geben und ihre Meinung zu Ideen sagen, aber so langsam war ich ziemlich geknickt, dass alle meine Ideen immer wieder abgeschmettert wurden. Ich war kurz davor am Schalter I das blaue Formular zu beantragen und einfach Jemand anderem die Entscheidungen zu überlassen.

Nach mehreren Wochen großer Verzweiflung kam der letzte Samstag und wir waren wieder auf dem Weg zum Baustoffhändler. Direkt daneben befindet sich ein Cordes & Gräfe Standort und wir hatten spontan die Idee, dort einmal in die Ausstellung zu schauen. Und siehe da, die vierte Koje war ein Volltreffer. Wir haben uns sofort in diese Fliesen verliebt und Fotos geschossen, um sie beim Baustoffhändler zeigen zu können. Der nette Verkäufer guckte kurz aufs Bild und meinte nur: „Kommen Sie mal mit. Die sind hier hinten!“ Und damit war klar, dass wir endlich fertig waren. Jaaaaaa, nach einer monatelangen Suche waren wir am Ziel und hatten für alle Räume die passenden Fliesen gefunden. Hier sind ein paar Bilder unserer Auswahl:

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